Die Strken von Mafia liegen nicht in der beeindruckenden Grafik, der Viefalt an 
Leveln oder einem anspruchsvollen Sound, ganz im Gegenteil. Die Spieloberflche 
besteht einzig und allein aus ASCII Zeichen, an "Maps" gibt es nur eine einzige 
und die Geruschkulisse beschrnkt sich auf eine 3-Sekunden-Melodie und wenige 
Gerusche.
Doch diese Spieleigenschaften schrnken den Spielspass an Mafia kaum ein. Hat 
man die visuelle Schwche Mafias erst einmal akzeptiert, offenbart sich dem 
Spieler ein abwechslungsreiches Strategiespiel mit Rollenspielcharakter, das vor 
allem im Multiplayer auftrumpfen kann.
Nachdem die obligatorische Angabe von Spieleranzahl und Namen festgelegt ist, 
beginnt der erste entscheidende Teil des Spiels, die Festlegung der 
"Charaktereigenschaften". hnlich dem Beginn eines Rollenspiels werden per 
Zufallsgenerator Werte fr Kategorien wie Intelligenz, Brutalitt, Kraft, etc.. 
festgelegt, bevor es ins richtige Spiel geht.
Dabei sieht man auf dem Bildschirm eine Stadt (es soll Chicago in den 20ern 
sein) aus der Vogelperspektive, wobei der Begriff "Stadt" eher durch Stadtplan 
zu ersetzen ist, da wie oben bereits erwhnt, nur ASCII Zeichen verwendet 
werden.
Der Spieler verfgt nun ber 20 "Schritte", d.h. er kann seine Spielfigur um 20 
Positionen auf dem Feld bewegen. Da einfaches Rumlaufen doch sehr de wre, gibt 
es natrlich auch verschiedene Gebude die man betreten kann und die den 
eigentlichen Kern des Spiels darstellen.
So kann man z.B. beim Blten-Eddie sein Startkapital drastisch erhhen, wobei 
mit jeder Blte die Gefahr, bei einer Polizeikontrolle festgenommen zu werden, 
steigt oder man geht in eines der zahlreichen Pubs und fragt nach einem kleinen 
Auftrag. Diese bestehen meist aus Mord oder Trsteherei. Weitere Mglichkeiten 
sind berflle auf kleine Lden oder gar eine Bank oder man versucht sich auf 
dem Bahnhof als Taschendieb.
Dass es bei all diesen Ttigkeiten in Verbindung mit dem Spieltitel "Mafia" wohl 
zu Schiessereien oder Prgeleien kommen muss, drfte klar sein. Bei diesen 
Duellen (oder auch Kmpfe mit mehreren Gegnern) hat jeder Kontrahent abwechselnd 
eine "Aktion" frei, mit der er sich entweder bewegen oder angreifen kann. Der 
Erfolg der Attacken wird von den zu Beginn verteilten Charaktereigenschaften, 
der Ausstattung des Spielers (vom Messer ber den Wurfstern bis zur 
Maschinenpistole oder Handgranaten) und einer guten Portion Glck beeinflusst.
Vom Ausgang dieser Kmpfe hngt auch der Erfolg des berfalls oder des Auftrags 
ab. Gewinnt man, kann man sich ber Geld freuen, das man in neue Waffen, ein 
Auto (das die Schrittanzahl pro Runde erhht) oder gar untersttzende 
Mitspieler, die bei Kmpfen helfen knnen, investiert. Verliert man, so landet 
man im Gefngnis oder verliert den Auftrag.
Im Mehrspielermodus bietet sich als interessante weitere Option der 
"Bandenkrieg" an, bei dem sich die beiden gegnerischen Spieler (mitsamt evtl. 
Gefolgschaft) gegenberstehen und der Gewinner Teile des Vermgens des 
Verlierers einkassiert.
Um Motivationsverlusten vorzubeugen, hat natrlich auch Mafia ein Spielziel. 
Dieses besteht darin, zum sog. "Gangsterboss" und somit zum ranghchsten 
Kriminellen der Stadt zu werden. Damit der Spieler weiss, wie nahe er diesem 
Ziel bereits ist, wird man whrend dem Spiel ber Rangaufstiege mittels 
Steckbrief informiert und freut sich so z.B. ber den Aufstieg vom "Kleinen 
Fisch" zum "Langfinger". Der Aufstieg hngt damit vom Erfolg der kriminellen 
Aktivitten ab und so wird der Spieler schneller zum Herrscher der Unterwelt, 
der beispielsweise bei seinem Bankraub mit Geld davonkommt, statt mit 3 Runden 
Gefngnis.
Besonders mit mehreren Spielern macht Mafia viel Spass. Nach einer gewissen Zeit 
hat man aber alle Teile des Spiels ausprobiert, und das meiste reduziert sich 
bei genauerer Betrachtung leider darauf, in der Stadt rumzulaufen, und immer und 
immer wieder die selben Orte zu besuchen . . . 
